Trix + Robert Haussmann. Kultur der Formgebung


Gabriela Güntert, Bruno Maurer, Arthur Rüegg (Hg.)
Trix und Robert Haussmann
Kultur der Formgebung



2017. 25 x 30,5 cm, Leinen
380 Seiten, 973 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-360-2
130.00 CHF / 130.00 EUR

Beiträge von Gabriela Güntert, Sonja Hildebrand, Bettina Köhler, Claude Lichten­stein, Bruno Maurer und Sabine Sträuli, Alessandro Mendini, Renate Menzi, Stanislaus von Moos, Urs Beat Roth, Arthur Rüegg, Gabrielle Schaad, Marie Theres Stauffer, Juri Steiner

Die Kreativität von Trix und Robert Haussmann wirkt ansteckend. In der Architektur, der Innenraumgestaltung und im Produktdesign wie auch in Ausstellungsinstalla­tionen und im lustvollen Spiel mit der Sprache findet die experimentierfreudige Neu­gierde ihren Niederschlag. Die Vielseitigkeit und die Qualität ihres international beachteten Œuvres, seine theoretische Fundierung und sein kritisches Potential sind im schweizerischen Kontext einzigartig. Trix und Robert Haussmann begannen ihre private und berufliche Partnerschaft 1967. Die im selben Jahr im Rahmen der Werkbundaktion «Chair Fun» gemeinsam entworfenen Möbelpersiflagen sind Ikonen der Funktionalismuskritik. Ironie wird zu einem wesentlichen Charakterzug ihres Werks, sie spricht auch aus dem Namen ihrer Firma: «Allgemeine Entwurfsanstalt Zürich». Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln jenseits der als dogmatisch empfundenen Moderne wurden Trix und Robert Haussmann in der Geschichte fündig, insbesondere in der Kunst des Manierismus. Sie befassten sich intensiv mit historischen Gestaltungsansätzen und Formen, die sie zunächst experimentell in objekthaften «Lehrstücken» erprobten, um sie dann in konkreten Projekten anzuwenden.

Der hohe künstlerische Anspruch, die handwerklich­-technische Präzision und der luxuriöse Detailentwurf sind Kennzeichen all ihrer Arbeiten, von den Möbeln der Röthlisberger Kollektion bis zum Neubau der Ladenpassage Galleria in Hamburg (1978–1983). Der Umbau des Hauptbahnhofs Zürich, den sie in den späten achtziger Jahren zusammen mit dem Architekturbüro Steiger Partner realisierten, bringt die Haussmann’sche Art, gestalterisch zu denken, prägnant zum Ausdruck: «Wir wollten menschenwürdige Räume mit Eleganz schaffen. Es sollte ein Bahnhof mit Läden werden. Das ist etwas anderes als ein Shoppingcenter mit Gleisanschluss.» (Trix Haussmann in Hochparterre 3/2012)

Die Publikation präsentiert den ersten vollständigen Werkkatalog des Architekten­- und Designerpaars. Der Aufsatzteil widmet sich spezifischen Aspekten ihres über­ aus breitgefächerten Œuvres. Damit wird ein Gesamtblick auf die Arbeiten von Trix und Robert Haussmann möglich, der es erlaubt, ihr Repertoire im nationalen und internationalen Kontext zu betrachten.

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